DEU 2024, 72min, Regie/Künstler*in: Nadja Saleh

Der Film begibt sich auf eine Retrospektive des nie in Betrieb gegangenen Kernkraftwerks Stendal – einst Prestigeprojekt der DDR, heute ein Monument des Stillstands. Drei ehemalige Mitarbeitende- ein Elektriker, ein Abteilungsleiter und eine Köchin – erzählen in intimen Interviews von Aufbau-Euphorie, Alltag zwischen Technik und Kantine, und vom plötzlichen Scheitern eines gewaltigen Traums. Ihre Geschichten werden durch animierte Puppenfiguren zum Leben erweckt, die nach und nach die Bühne des Films betreten. Die puppenhafte Distanz erlaubt einen behutsamen, künstlerischen Zugang zu persönlichen Erinnerungen, verschütteten Hoffnungen und dem kollektiven Schweigen nach der Wende. „Was Da War“ macht Mut, über das Nicht-Erzählte zu sprechen – öffnet einen Raum für Erinnerungen, die lange ungesagt blieben – und dass auch das Scheitern ein Teil von Geschichte ist.

Vorverkauf

Datum: Do., 23.07.26
Beginn: 21:30 Uhr
Einlass: 20:30 Uhr



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