DE 2020, 55min, R: Anne Paq & Dror Dayan


Linkes Sommerkino | in Kooperation mit: NEA
Im Sommer 2014, während des Angriffs Israels auf Gaza, werden Ibrahim, seine Frau und die fünf gemeinsamen Kinder durch eine Rakete, die auf ihr Haus geworfen wird, ermordet. Ibrahim hat auch zwei Kinder aus einer früheren Beziehung: Layla und Ramsis, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. Layla und Ramsis Trauer über den Tod ihres Vaters und ihrer Stieffamilie bringt sie dazu, sich auf eine politische Reise zu begeben.

Layla reist nach Palästina und hofft dort mehr über ihre Wurzeln zu erfahren und ihre Familie in Gaza zu treffen. Ramsis bereist Europa, um die Geschichte der Familie zu erzählen, während er eine Untersuchung gegen den Israelischen Staat vor einem deutschen Gericht anstrebt. Die Familie in Gaza versucht in der Zwischenzeit mit den Nachwirkungen der Tragödie zurechtzukommen; Onkel Saleh möchte die Kinder seines Bruders treffen, die er noch nie gesehen hat als Erwachsene. Sich bewegend zwischen Gaza und Deutschland, zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, folgen wir der Familie.

Als Teil einer neuen Generation von Kindern palästinensischer Geflüchteter und Migrant*innen sind Layla und Ramsis gezwungen, ihre persönliche und politische Identität neu zu definieren. In ihrem Kampf ihre Trauer zu überwinden und Gerechtigkeit für ihre Familie zu erstreiten, werden sie eine wichtige Stimme im aktuellen europäischen Diskurs um Migration und den Mittleren Osten.

Eintritt gegen Spende!

Datum: Mi, 24.08.22
Zeit: 21:15 Uhr