Regie/Künstler*in: Lake Felix & Yelka

Die mobile Konzept-Konzertreihe amSTARt richtet eine Double-Release-Showparty auf der kleinen Bühne aus.

Lake Felix präsentiert ihr Album Carry Us Through It: in sparsamen Arrangements singt Lake Felix in der schnörkellosen Musiksprache Englisch und in schönen Melodien über die gruseligsten Gedanken eines selbstbestimmten Thirty-Something.

YELKA präsentieren ihr Album 1976: wer Post-Rock mag und gerne Longdrinks mit Kraut und Jazz mischt, setzt mit YELKA an der Bar seines Lebens auf das richtige Kollektiv. Die Band wird bis 2025 insgesamt 10 Vinyl-Alben in limitierter Auflage auf Fun in the Church veröffentlichen.

Dj Quersummen von Fun In The Church begleitet ebenfalls die Veranstaltung vom DJ-Pult.

Mit freundlicher Unterstützung der Musicboard Berlin GmbH.

Vorverkauf

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Lake Felix

Carry Us Through It ist ein Album geschrieben und produziert von Katharina Kollmann und gemischt von Olaf Opal, das über längere Zeit neben ihrem deutschsprachigen Projekt Nichtseattle entstanden ist.
Unter dem Moniker Lake Felix hat sie über viele Jahre schon einige Alben selbst produziert. Als Lake Felix taucht sie ganz nach unten und sucht nach wahrer Freude im tiefsten Bergsee. Tiefe und Glück, das könnte von ungeübten Herzen leicht als Oxymoron verkannt werden, aber diese Lieder suchen alle nach genau diesem Ausweg. Die Stücke auf Carry Us Through It sind im Gegensatz zu früheren wilderen Lake-Felix-Produktionen, fast schon minimalistisch, zumeist bestehend aus sich umarmenden Bass- und Gesangslinien und besingen in der unvergrübelteren Musiksprache Englisch, in der man bestens baden kann, die gruseligsten Gedanken einer selbstverwalteten Mid-Dreißigerin in schönsten Melodien und befreien diese wieder ein kleines Stückchen mehr. Das alles wie üblich recht weit unten.

„Auf sparsamen Arrangements (Rick-Rubin-artig produziert von Olaf Opal), die manchmal an frühe SST-Bands wie Buffalo Tom von der US-Ostküste erinnern, kreiselt Kollmann mit tief melancholischer Stimme durch ellipsenartige Tagebuchsongs. Die wirken dank der anschmiegsameren Fremdsprache etwas emotionaler und simplizistischer als bei Nichtseattle. Aber das kann täuschen, denn es scheint in den Texten um die ernüchternden Entfremdungszustände zu gehen, die wir alle in den vergangenen drei Pandemiejahren erfahren haben. {…} Und wenn nichts mehr hilft, bleibt zum Festhalten immer noch die existenzialistische Außenseiterinnenpose – und die Musik (»The One Thing«). Auch auf Englisch bleibt die Nichtseattle-Sängerin natürlich Sprachkünstlerin und -alchemistin. Zu bewundern ist das in »Hike«, in dem es nur vordergründig um Wanderlust zu gehen scheint. {…} Und mit den skizzenartig-intimen, aber nicht minder eindrücklichen Bass-Etüden von Lake Felix hat Katharina Kollmann ihren Wert als Indie-Entdeckung der Stunde allemal potenziert.“ (Andreas Borcholte, Spiegel)

YELKA

Die produktivste Band Berlins – 10 Alben in drei Jahren – meldet ihre zweite Albumveröffentlichung im laufenden Geschäftsjahr. Die Rede ist selbstverständlich von Berlins finest Trio in Sachen Postkraut: YELKA.

Nach dem zeitlosen Debütalbum Nowhere Jive reisen wir nun zurück ins Jahr 1976, so der Titel der zweiten LP, die am 30.06. erscheint. 1976 meint hier eine seltsam tolle Zeit in der (Pop)Musikgeschichte, in der Punk noch Avantgarde war, Kraut schon ausgeschlachtet von Artrock, Disco da, aber fremd und Folk einen zweiten Frühling erlebte! Ganz genau: mehr Joni Mitchell wagen!

Dazu die tollen Song-Titel „Hanover“ (hallo SPD!), „Caravan“ (Hallo Amsterdam!) oder „Saturn“ (hallo Cosmic Disco!)- schwebend zwischen Prog und Beat, sogar etwas Disco und den späten Beefheart hören wir in Songs wie „Das Goldene Kalb“ oder den Interludes für Zwischendurch heraus. Besonders hervorzuheben ist auch die Fleetwood Mac-Verneigungs-Nummer „Petrichor“ mit Yelka bei YELKA als zauberhafte Stimme, die wir auf den künftigen Alben bitte öfter hören wollen. „1976 ist unser Alan Parsons Projekt Album“, sagt Gitarrist Daniel Meteo über das fertige Werk.

Mit illustrierten Parfum-Flakon als Cover und einer gewissen Hipster-Kompatibilität für alle Zeiten. Ja, wer riecht nicht gerne immer gut?!

Im Herbst folgt Album Nummer drei: Krieg & Ferien. Wie das wohl klingen wird? Gang Of Four? S.Y.P.H?! Sonic Youth? Wir sind gespannt und tragen gerne noch etwas 1976 auf.

Datum: Sa, 01.07.23
Zeit: 19:30 Uhr



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