Stummfilmkonzert: Die Pest in Florenz

D 1919, Otto Rippert Wir zeigen wieder einen Film aus den Weißenseer Filmstudios, begleitet am Flügel von Jürgen Kurz. Mit Einführung.

Die Pest in Florenz ist ein opulentes historisches Ausstattungsdrama nach einem Drehbuch von Fritz Lang. Prägend sind grandiose Bauten und von Darstellern nur so wimmelnde Massenszenen. Hier demonstrierten die Filmstudios ihre Leistungsfähigkeit, auch im internationalen Vergleich. Erich Pommer war einer der bedeutendsten Filmproduzenten der Stummfilmzeit, neben dem bekanntesten Weißenseer Film „Das Cabinett des Dr. Caligari“ verantwortlich für Filme wie „Metropolis“ oder „Der Blaue Engel“.

In der jetzigen Liebermannstraße, damals Franz – Josef – Straße, etwa 400 Meter Luftlinie von der Freilichtbühne am Weißenseer See entfernt, waren ab 1913 einige Filmateliers entstanden. Eng verknüpft mit der Entstehung des heutigen Weißensee, befördert durch den Verteuerung der Grundstückspreise in der Innenstadt, und ermöglicht durch aktive Erschließung der bisher außerstädtischen Flächen, siedelten sich hier bedeutende Filmstudios wie Decla, Lixie oder Joe May Film an. Mit unserer Stummfilmreihe möchten wir Gelegenheit geben am historischen Ort frühe Filmkunst zu erleben.

In den für uns nutzbaren Archiven finden sich nur noch wenige Filme aus der Produktion der Weißenseer Studios. Viele Kopien sind verschollen oder nicht mehr spielbar. Wir zeigen den Film von einer im Jahr 2000 auf Grundlage des originalen Kameranegativs neu angefertigten 35mm Kopie der Murnau Stiftung.

Die Begleitung: Jürgen Kurz, Pianist, Film- und Theatermusiker, begleitet seit über dreißig Jahren Stummfilme in diversen Berliner Kinos aber auch deutschlandweit sowie international. Neben virtuosem Klavierspiel ist es seine besondere Art den Flügel zu präparieren und immer wieder neue Geräuschquellen zu integrieren die den Reiz seiner Stummfilmbegleitungen ausmacht.

  • Beginn: 20:30 Uhr

    Länge: 89 min

    Preis: 9 €