Linkes Sommerkino: Die Angst wegschmeißen (OmU)

Seit 2008 ist Norditalien Schauplatz ungewöhnlicher Ereignisse. Unternehmen, Politik und Medien nutzen den Kriseneinbruch, um die bröckelnden Arbeiter*innenrechte auszuhöhlen; auf der anderen Seite formiert sich ein lebendiger und schlagkräftiger Widerstand. Ausgerechnet den prekären und größtenteils migrantischen Arbeiter*innen in der Logistikbranche gelingt es, sich durch solidarische und effektive Organisierung aus ihrer Isolation und ihren erniedrigenden Arbeitsverhältnissen herauszukämpfen.

»Ich redete seit 2012 mit den Mädels, denn ich hatte von der Gewerkschaft SI Cobas gehört. Aber es gab da eine große Angst, denn sie bringen dich in eine Situation der Unterwürfigkeit. Du bist versklavt. Sie machen dir solche Angst, dass du nichtmal mehr »A« sagst. Du sagst gar nichts mehr, du arbeitest Stück für Stück für Stück… Ich sprach also mit den Mädels und ich weiß nicht, wie es kam: Es war ein Glück.« (Yoox Arbeiterin, aus dem Film)

Die Filmemacher*innen werden anwesend sein. Ab 20:00 Uhr wird es einen inhaltlichen Input zur Selbstorganisation migrantischer Arbeiter*innen und zur Entstehung des Films geben. Eintritt gegen Spende.

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA], Freie Arbeiter*innen Union (FAU) Berlin, Berlin Migrant Strikers, Hände weg vom Wedding, BASTA – Erwerbslosenberatung
Unterstützer*innen: Buchladen zur schwankenden Weltkugel
Produktion: Labournet.tv

 

  • Beginn: 20:00 Uhr

    Länge: 80 min