Gundermann

Gundermann

D 2018, Andreas Dresen. 1992: Einige Jahre nach dem Mauerfall arbeitet Gerhard Gundermann (Alexander Scheer) immer noch im Tagebau in Hoyerswerda. Der Mittdreißiger möchte aber eine neue Band gründen und auf Tour gehen. Seine Texte über „einfache“ Menschen, Ausbeutung und Ökologie sprachen dem Publikum schon immer aus der Seele. Dennoch behielt der Musiker seinen Job als Baggerfahrer bei, um unabhängig vom Erfolg seiner Kunst zu sein. Doch die Vergangenheit holt ihn ein, als herauskommt, dass Gundermann ein Informant der Stasi war. Während immer mehr ans Licht kommt, wie viel er aus Liebe zum Land über seine Freunde verraten hat, zerbricht Gundermanns Bild von sich selbst. Parallel dazu beginnt Gundermanns Geschichte im Jahr 1975: Der Querdenker ist gerade aus dem Militär geschmissen worden und tritt mit der Werkband auf, deren Mitglied auch seine Jugendliebe Conny (Anna Unterberger) ist, die später mal seine Frau wird.

Kluger und einfühlsamer Film über den Liedermacher, zwischen den Zeitebenen 70er-DDR und Mitte-90er-Neu-BRD, über Feigheit, Verrat und Betrug und doch Eigensinn und Aufmüpfigkeit – und wie so etwas zusammenging. Stellenweise bei uns auf der Bühne gedreht, und Gewinner des Deutschen Filmpreises 2019 in sechs Kategorien!

  • Beginn: 21:45 Uhr

    Länge: 127 min

    Preis: 7 €