CL 2019, 107min, R: Pablo Larraín


Die Tänzerin Ema ist mit ihrem zwölf Jahre älteren, womöglich schwulen Choreografen Gastón verheiratet. Gemeinsam haben sie vor einiger Zeit einen kolumbianischen Jungen adoptiert, der sich jedoch als unerwartet schwierig herausgestellt und Emas nun entstellter Schwester das halbe Gesicht verbrannt hat. So hat ihn das Paar nach fast einem Jahr letztendlich doch wieder an das Jugendamt zurückgegeben.

Die Ehe, Emas Tagesjob als Lehrerin, die Tanzgruppe – alles droht an dieser Entscheidung zu zerbrechen. Aber Ema hat offenbar einen Plan, um es wiedergutzumachen – nur nimmt der zunehmend immer groteskere Züge an… Während ihres Kampfes um den kleinen Pablo durchlebt Oma einen orgiastischen Liebesrausch mit ziemlich allen Figuren des Films und plädiert auch damit für ihr Hauptanliegen und das Anliegen ihrer Generation: Libertad, Freiheit – ich will das, und ich will das jetzt.

Pablo Larraín hat für seine Hauptfigur mit der platinblondierten Mariana Di Girolamo einen idealen Körper gefunden und diesem mit Gael García Bernal als zwölf Jahre älterem Gastón einen luziden Geist beigesellt, der immer wieder mit kuriosen Weisheiten überrascht. Ein wenig erinnert „Ema“ schlussendlich an die Melodramen von Pedro Almodovar – immer extrem, immer überdreht, aber auch voller Zärtlichkeit und Melancholie.

Vorverkauf

Datum: Mi, 14.07.21
Zeit: 21:45 Uhr