Paul und Paula kennen sich schon lange – vom Sehen. Sie sind im selben Viertel aufgewachsen. Paul hat beruflich Karriere gemacht, aber führt eine unglückliche, zur Routine erstarrte Ehe. Paula lebt allein mit ihren beiden Kindern. Bei ihrer ersten wirklichen Begegnung werden beide von einer leidenschaftlichen Liebe erfaßt. Für Paula, die schon mit dem Gedanken gespielt hat, eine „Sicherheits-Ehe“ mit Reifen-Saft einzugehen, ein Glücksgefühl, dem sie sich kompromißlos hingibt. Paul dagegen ist verwirrt und nicht bereit, seine gesellschaftliche Position als Mitarbeiter im Ministerium für Außenhandel aufs Spiel zu setzen. Er genießt den kurzen Augenblick des Glücks und wahrt ansonsten den Schein – in der Ehe und vor seinen Kollegen. Für Paula wird der Unfalltod ihres Kindes zum auslösenden Moment, sich von Paul, der sich nicht zu ihr bekennt, zu trennen. Erst angesichts des Verlusts erkennt er die Tiefe seiner Liebe, und auch daß Paula ihn braucht. Aber nun verweigert sie sich. Paul wirft alle Scheu und die Angst vor den zu erwartenden Konsequenzen von sich, belagert tagelang Paulas Wohnungstür, die er schließlich unter dem Beifall der Hausbewohner mit einer Axt einschlägt – und erobert Paula zurück. Doch das gemeinsame Kind, Paulas drittes, bringt ihr den Tod.

(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg. DEFA-Spielfilme 1946-1992)

Auf der großen Bühne und in 35mm!

Datum: Sa, 05.09.20
Zeit: 20:00 Uhr
Veranstaltungsort: Große Bühne
Kategorien: Film
OV