Die göttliche Ordnung (OmU)

CH 2017, Petra Biondina Volpe – In Kooperation mit der Basis-Organisation „Merkste Selba!“/ Die Linke Pankow.

Schweiz 1971: Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die mit ihrem Mann, den zwei Söhnen und dem missmutigen Schwiegervater in einem beschaulichen Dorf im Appenzell lebt. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren.

Die Dorf- und Familienordnung gerät jedoch gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für das Frauenwahlrecht einzusetzen, über dessen Einführung die Männer abstimmen sollen. Von ihren politischen Ambitionen werden auch die anderen Frauen angesteckt und proben gemeinsam den Aufstand. Beherzt kämpfen die züchtigen Dorfdamen bald nicht nur für ihre gesellschaftliche Gleichberechtigung, sondern auch gegen eine verstaubte Sexualmoral. Doch in der aufgeladenen Stimmung drohen Noras Familie und die ganze Gemeinschaft zu zerbrechen.

Obwohl die Schweiz oft als Vorzeigedemokratie herhalten muss, führte sie als eines der letzten europäischen Länder erst 1971 das Wahlrecht für Frauen ein. Als Pionier in Europa gestattete Finnland den Frauen schon ab 1906 an Wahlen teilzunehmen. Zum Ende des Ersten Weltkriegs zogen weitere Länder nach, darunter Norwegen, Deutschland, Österreich oder Polen. Die meisten anderen folgten spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg, etwa Frankreich und Italien.

FREIER EINTRITT!

  • Beginn: 20:45 Uhr

    Länge: 96 min

    Preis: 0,00 €